Schulwahl in NRW - Aufnahmekapazitäten:

Das Hauptproblem liegt darin, daß dann, wenn Schülerströme nicht durch Schulbezirke oder Schuleinzugsbereiche gelenkt werden, diese oftmals sich auf eine oder wenige Schulen fokussieren. Zum Problem wird dies dann, wenn Aufnahmekapazitäten nicht zur Aufnahme aller Schüler ausreichen.

Regelungen zur Steuerung gibt es hierzu in § 46 Schulgesetz NRW sowie in § 1 AO-GS und § 1 AO-S1:

Insofern ist erkennbar, daß man von den Schulbezirken insofern nur partiell abgekehrt ist, als nach wie vor der Wohnort eine große Rolle bei der Schulwahl einnimmt:

  • Für Grundschulen ist dies direkt geregelt.
  • Für weiterführende Schulen indirekt dadurch, daß die Nähe der weiterführenden Schule zur Grundschule ein maßgebendes Kriterium darstellt.

Leider sind bei einer vollständigen Freigabe der Schulwahl diese Kriterien allerdings keineswegs ausreichend, wenn viele Schüler auf eine Schule drängen. In der Praxis spielen sich die wahren Dramen demnach genau in diesem Bereich ab, wenn nämlich die Wunschschule quasi um die Ecke ist, dort alle Freunde hingehen und ein bestimmter Schüler nicht aufgenommen wird und plötzlich einen Schulweg von 30-45 Minuten "vorgeschlagen" erhält.

Aufnahmerechtsstreite sind demnach oftmals nicht nur hoch emotionale und auch logistisch relevante Angelegenheiten, da es schon einen Unterschied ausmacht, ob ein gerade mal 10-11-jähriger Schüler eine Schule um die Ecke hat oder riesige Wege auf sich nehmen muß. Berücksichtigt man, daß eine Schulzeit ja noch mehrere Jahre dauert, so kann man zudem erhebliche Freizeiteinbußen gegenüber vormaligen Klassenkameraden einrechnen, wenn diese später aufstehen müssen und früher nach Hause kommen.

Insofern lohnt sich ein Kampf für die nächstgelegene Schule durchaus.

Gleiches gilt natürlich auch unter dem Aspekt, wenn man eine Schule vermeiden möchte, die einen katastrophalen Ruf aufweist.

Für eine Erstberatung Ihres konkreten Einzelfalls oder auch eine deutschlandweite Vertretung Ihrer Interessen  kontaktieren Sie mich bitte auch hier möglichst frühzeitig, damit man noch alle Optionen einer verwaltungsinternen Klärung und/oder verwaltungsgerichtlichen Eilverfahrens in Anspruch nehmen kann.