Dyskalkulie - Nachteilsausgleich in Nordrhein-Westfalen:

Dyskalkulie in NRW:

Die Berücksichtigung von Dyskalkulie (genauer wäre zwischen einer Rechenschwäche und einer Rechenstörung zu differenzieren) ist in Nordrhein-Westfalen bisher nicht geregelt.

Der Legasthenie-Erlass Nordrhein-Westfalen geht nur von Fördermaßnahmen und Nachteilsausgleichen im Lese- und Rechtschreibbereich aus, während der Rechenbereich nicht geregelt wird. Andere Bundesländer wie Baden-Württemberg und Hessen verfügen hingegen über eine Regelung für Dyskalkulie.

Dies heißt selbstverständlich nicht, daß eine Förderung oder auch ein Nachteilsausgleich bei Dyskalkulie im Einzelfall nicht doch möglich wäre. Dies gebietet nach richtigem Rechtsverständnis bereits der verfassungsrechtlich verankerte und das gesamte Schulrecht überlagernde Grundsatz der Gleichbehandlung aller Schüler, was im einzelnen eben nur im Wege eines Nachteilsausgleichs zu erzielen ist.

Erhebliche Relevanz kann bei Teilleistungsstörungen wie Dyskalkulie immer dann auftreten, wenn fehlende Nachteilsausgleiche zu einer schlechteren Schulformempfehlung oder einer Nichtversetzung führen.

Für nähere Auskünfte, eine Erstberatung oder die deutschlandweite Wahrnehmung Ihrer Interessen kontaktieren Sie mich bitte direkt.

Dyskalkulie und sonderpädagogischer Förderbedarf - Vorsicht!!!

Höchste Vorsicht ist geboten, wenn Lehrer vorschlagen, daß man ein AOSF-Verfahren durchführt. Dies wird in der Praxis fast immer auf eine Feststellung einer "Lernbehinderung" hinauslaufen.

In der Praxis werden tatsächlich neuerdings immer mehr Eltern damit "geködert", daß man damit wirbt, daß im Rahmen der Inklusion ja alles beim alten verbleibt, d.h. man in der Klasse bleibt und ein Sonderpädagoge sich dann um die Dyskalkulie "kümmert".

Hier ist immer höchste Vorsicht geboten. Bitte kontaktieren Sie mich in solchen Fällen immer vorab für eine Erstberatung zu Ihrem konkreten Fall.