Grundschule NRW:

Die Grundschule stellt die sogenannte Primarstufe dar, die in NRW 4 Jahre dauert.

Problembereiche bzw. relevante Themen der Grundschule sind:

Grundschule und Einschulung:

Die Einschulung führt unter den Gesichtspunkten der Zurückstellung vom Schulbesuch bzw. der vorzeitigen Einschulung bereits im Vorfeld des Beginns der Grundschule oftmals zu Konflikten:

Insbesonderer die Zurückstellung vom Schulbesuch ist Schulen und Schulverwaltungen oftmals ein Dorn im Auge. Demgegenüber wird oftmals das Totschlagsargument herangezogen, daß Kinder viel besser gefördert werden, wenn sie sofort in die Schule gehen und sonderpädagogischen Förderbedarf erhalten (Stichwort AOSF-Verfahren).

Im wesentlichen geht es dann um die Problematik, ob das Kind durch die Zurückstellung von der Schule einfach ein Jahr länger Zeit erhält oder es auch im folgenden Jahr noch Förderung bedarf.

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Schulwahl und Schulwechsel in NRW:

Bei der Schulwahl geht NRW einen gegenüber anderen Bundesländern sonderbaren Weg:

NRW verfügt - im Gegensatz zu anderen Bundesländern - über keine Schulbezirke, so daß es mitunter schon im Bereich der Erstaufnahme in Grundschulen zu Aufnahmekapazitätskonflikten kommt.

Neuerdings hat NRW den Schulträgern eingeräumt sogenannte Schuleinzugsbereiche zu bilden, die von Sinn und Zweck allerdings den umgekehrten Weg zu den althergebrachten Schulbezirken verfolgen und damit weniger tauglich erscheinen. Vielmehr bergen diese Gefahr, daß Schulen sich auf diesem Wege potentiell problematische Schüler "von auswärts" vom Leib halten.

Ähnliche Probleme entstehen hiernach auch bei Schulwechseln, soweit Schuleinzugsbereiche gebildet wurden. Hinzukommt, daß (im Gegensatz zur Verwaltungspraxis anderer Bundesländer) die Schulämter sich in NRW meist einer Unterstützung beim Wechsel von Schulen verweigern, was insbesondere bei Mobbingfällen zu erheblichen Erschwerungen führen kann. Auch verfolgt NRW ein exklusives und wenig nachvollziehbares Ziel, wenn durch das Schulgesetz Schulwechsel während des Schuljahres erheblich erschwert werden, woran sich Schulen auch gerne festhalten.

Kurzum: die Regelungen zur Schulwahl und Schulwechsel sind im bundesvergleich eher katastrophal.

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offene Ganztagsschule:

Im Grundschulbereich werden neuerdings verstärkt offene Ganztagsschulen errichtet, die eine Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf bewirken sollen.

Soweit ersichtlich handelt es sich hierbei derzeit vor allem von Umwandlungen bestehender Horte, ohne nennenswerte Verbesserung der Situation. Vielmehr ist problematisch, daß die Anmeldung zur Ganztagsschule ein ganzes Schuljahr verbindlich sein soll, was wesentlich schlechter als die vormaligen Kündigungsregeln für Horte ist. Hinsichtlich der Rechtmäßigkeit dieser Regelung bestehen demnach Bedenken.

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Grundschulempfehlung:

Die - verbindliche - Grundschulempfehlung wurde in NRW abgeschafft, so daß künftig jeder Schüler nach der vierten Klasse freie Schulwahl hinsichtlich einer weiterführenden Schule hat.

Rein faktisch hat sich hierdurch wenig geändert, da die Grundschulempfehlung in NRW bereits in der Vergangenheit eine deutlich niedrigere Relevanz als in anderen Bundesländern mit verbindlicher Grundschulempfehlung hatte, da es noch die Ausweichmöglichkeit Gesamtschule gab.

Nicht abgeschafft wurde im übrigen die Möglichkeit, am Ende der Erprobungsstufe Schüler gegen deren Willen von der Schulform zu verweisen. Es ist zu erwarten, daß diese in der schulischen Praxis bereits in der Vergangenheit durchaus bedeutsame Möglichkeit künftig noch stärker eingesetzt wird.

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