Offene Ganztagsschule NRW:

Die offene Ganztagsschule  wird gerne als politische Errungenschaft gepriesen, um die Vereinbarkeit von Schule und Beruf besser zu ermöglichen.

In der Praxis ist die Ausgestaltung freilich nur unzureichend und oftmals sind Unterschiede zu vormals bereits bestehenden Horten an Schulen nicht zu erkennen: Oftmals gibt es keinen Nachmittagsunterricht, sondern nur eine Nachmittagsbetreuung, die zudem nur dann einigermaßen vernünftig funktioniert, wenn Eltern (bspw. bei der Hausaufgabenbetreuung) mitwirken.

Hinzukommen Probleme, die die offene Ganztagsschule oftmals auch zu einer rechtlichen Auseinandersetzung reifen lassen:

Offene Ganztagsschule NRW und Teilnahmepflicht:

Der Begriff "offene Ganztagsschule" suggeriert im Gegensatz zur "gebundenen Ganztagsschule", daß die Teilnahme hieran freiwillig erfolgt. Dem ist im Grundsatz auch - anfangs - so.

Problematisch kann es allerdings werden, wenn man während eines Schuljahres aus der Ganztagsbetreuung aussteigen möchte. Hier vertreten Schulen auf Grundlage des Runderlasses "Offene Ganztagsschule im Primarbereich" meist die Auffassung, daß die Teilnahme dann ein ganzes Schuljahr erfolgen soll. Insofern besteht oftmals (trotz nicht erkennbarerer Unterschiede zu einem vormals bestehenden Hort) eine erhebliche Schlchterstellung, da man den (zivilrechtlichen) Hortvertrag vormals unter Einhaltung von Kündigungsfristen beenden konnte.

Nur in "begründeten Fällen" sollen unterjährige An- und Abmeldungen möglich sein (als Fallbeispiele werden Wohnortwechsel und unvorhersehbarer Förder- und Betreuungsbedarf) benannt, was erfahrungsgemäß äußerst restriktiv behandelt wird.

In Konfliktfällen zeigt sich demnach regelmäßig, daß man ohne anwaltliche Vertretung kaum noch herauskommt. Für nähere Informationen, eine Erstberatung oder deutschlandweite Vertretung kontaktieren Sie mich bitte direkt.

Offene Ganztagsschule und Mobbing:

Ein anderes Problem zeigt sich bei der Ganztagsbetreuung oftmals darin, daß Probleme am vormittag, nachmittags eskalieren, da eine hinreichende Aufsicht der Kinder noch weniger gewährleistet ist.

Zwar eröffnet auch der Runderlaß Offene Ganztagsschule im Primarbereich grundsätzlich die Möglichkeit, einzelne Schüler auszuschließen, dies wird allerdings mit Fallbeispielen wie unregelmäßiger Teilnahme und fehlender Zahlung von Elternbeiträgen) begründet.

Hinzukommt: Worüber man schon morgens gerne hinwegsieht, wird nachmittags noch lieber negiert, so daß Mobbing leider an der Tagesordnung ist, ohne daß nennenswerte Hilfen erkennbar sind.

In diesen Fällen sollte man demnach sehr auf der Hut sein, denn wenn Mobbingaktivitäten sich verfestigen, sind sie nur noch schwer zu bekämpfen. Bei ersten Anhaltspunkten sollten demnach Meldungen erfolgen, denn die Aufsichtspflicht bestimmt sich auch nach Kenntnis von Sachverhalten.

Geschieht nicht, empfehle ich auch bei diesen Konstellationen eine möglichst frühzeitige anwaltliche Beratung oder Vertretung, da die Erfolgschancen erfahrungsgemäß auch für mich größer sind, je früher ich tätig werde. Für eine Erstberstung oder deutschlandweite Vertretung Ihrer Interessen kontaktieren Sie mich deslahb bitte frühzeitig.